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Die richtige Belichtung ist ein wesentlicher Faktor für gute Aufnahmen. Trotz der differenzierten Belichtungsmesser, die selbst in preisgünstigen Kameras eingebaut sind, bleibt die falsche Belichtung Hauptursache für enttäuschende Ergebnisse. Das liegt daran, dass erst die richtige Kombination von Blendenöffnung und Verschlusszeit eine genaue Belichtung ergibt. Alle Belichtungsmesser sind auf Motive durchschnittlicher Tönungsabstufung ohne große Flächen von sehr dunkler oder sehr heller Tönung ausgerichtet. Die Mischung aller Farbtöne würde ein mittleres Grau ergeben. Wenn Sie eine Messung von einer mittelgrauen Wand nehmen, dann würde Ihnen die angezeigte Belichtung eine mittelgraue Wand angeben. Aber wenn die Wand weiß oder schwarz wäre, dann würde Ihnen immer noch eine mittelgraue Wand angezeigt. Deshalb ist es wichtig, dass Sie den Belichtungsmesser so ausrichten, dass er nur den von Ihnen gewollten Bildausschnitt „sieht" und irreführende Details von seinem Blickfeld ausgeschlossen sind. Bei einem Motiv mit sehr hellen und sehr dunklen Tönungen, wie bei einer Nachtaufnahmen, wird der Mittelwert aus der Messung beider Extreme für die Belichtung gewählt. Die Belichtung für ein sehr helles oder dunkles Objekt wird entweder durch eine Lichtmessung oder durch Messung einer vor dem Objekt platzierten 18% Graukarte gewählt. Bei einem sehr hellen Objekt können Sie aber auch einfach den normalen Wert um 3 bis 4 Stufen erhöhen. Um bei einer vollautomatischen Kamera eine geringere Belichtung zu erzielen, kann die Filmempfindlichkeit auf eine höhere AS-Zahl eingestellt werden, als sie der verwendete Film besitzt. Entsprechend wird eine geringere AS-Zahl für eine höhere Belichtung eingestellt. |
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Belichtungsmesser |
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Es gibt drei Grundtypen von Belichtungsmessern: separate Handbelichtungsmesser, eingebaute Belichtungsmesser, und die TTL-Methode (Through The Lens - durch die Linse). Die TTL-Methode, die in den meisten Spiegelreflexkameras verwendet wird, ist als halbautomatische Version erhältlich, bei der die Kameraeinstellung verändert werden muss, oder als vollautomatische Einrichtung, bei der der Belichtungsmesser direkt entweder die Blende oder die Verschlusszeit oder beides bestimmt. Ein separater Handbelichtungsmesser ist für Nahmessungen von Objekten von Vorteil. Man kann ihn nicht nur zur Messung des Lichts verwenden, das vom Objekt reflektiert wird (Objektmessung), sondern auch zur Lichtmessung, d. h. zur Messung des Lichts, das auf das Objekt fällt. Der ermittelte Wert wird an der Kamera eingestellt. Eine Kamera mit Zeitautomatik stellt die Verschlusszeit automatisch ein, nachdem man die Blende vorgewählt hat. Bei der mittenbetonten Integralmessung, einem sehr verbreiteten TTL-Messsystem, wird die Empfindlichkeit des Belichtungsmessers auf das Bildzentrum konzentriert, so dass negativ beeinflussende Bildelemente am Rand nur teilweise in den Messvorgang einbezogen werden. Ein Selektiv- oder Spot-Belichtungsmesser hat einen sehr kleinen Messwinkel, der auch bei starken Beleuchtungskontrasten präzise einen kleinen Bildausschnitt ausmessen kann. Sinn der Lichtmessung ist es, bei ungewöhnlichen und extremen Kontrasten eines Motivs ein genaueres Ergebnis als bei einer Objektmessung zu erreichen. Bei der Lichtmessung muss ein halbtransparentes Zusatzteil vor der Lichtzelle des Handbelichtungsmessers geschoben werden. |
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Blende |
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Wenn man ein Objektiv auf einen bestimmten Punkt scharf einstellt, werden Details vor und hinter dem Brennpunkt ebenfalls annehmbar scharf erscheinen. Diese Schärfenausdehnung nennt man Schärfentiefe, und sie wird hauptsächlich durch die Blende geregelt. Eine große Blendenöffnung bewirkt eine geringe Schärfentiefe mit einem isolierten Aufnahmeobjekt und unscharfer Umgebung. Bei einer kleinen Blendenöffnung kann man für nahe und entfernte Objekte eine maximale Schärfe erreichen. Die meisten Objektive besitzen einen Schärfentiefenring. Bei einer Spiegelreflexkamera mit Schärfentiefen-kontrolltaste kann man die Blende vorübergehend auf die eingestellte Blende schließen, so dass man die Schärfentiefe dieser Blende erkennen kann. Die Schärfentiefe ist vor dem Brennpunkt grundsätzlich geringer als dahinter, und zwar im Verhältnis von ungefähr 1/3 zu 2/3. Bei geringeren Entfernungen nimmt die Schärfentiefe zusehends ab. Weitwinkelobjektive besitzen bei gleicher Blende eine deutlich größere Schärfentiefe als Standardobjektive, Objektive mit langer Brennweite haben dagegen eine geringere Schärfentiefe. |
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Farbfilm |
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Es ist wichtig, dass Sie den für Ihre Zwecke geeigneten Farbfilm wählen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Wenn Sie Farbabzüge brauchen, dann wählen Sie einen Farbnegativfilm, denn die Abzüge von Negativen sind billiger als von Farbdias und von besserer Qualität (es sei denn, Sie lassen von den Dias fachmännische Abzüge machen). Bei einem unerfahrenen Fotografen kann ein Farbnegativfilm auch deshalb von Vorteil sein, weil er einen größeren Spielraum bietet, beim Entwicklungsvorgang Belichtungsfehler und andere kleinere Fehler zu korrigieren. Wenn Sie die Filme selbst entwickeln und selbst Farbabzüge machen wollen, dann werden Sie über den Entwicklungsprozess und Ihre Entwicklungsmöglichkeiten mehr lernen, wenn Sie die Positiventwicklung verwenden. Wenn Sie in erster Linie Farbdias benötigen, sollten Sie einen Farbumkehrfilm verwenden. Obwohl es möglich ist, von Negativen Diapositive zu machen, ist dabei ein Qualitätsverlust unvermeidlich. Wenn Sie sich für eine Art von Film entschieden haben, müssen Sie die Filmempfindlichkeit bedenken. Ihre Wahl wird hauptsächlich von den Lichtverhältnissen abhängen, bei denen Sie fotografieren wollen. Sie sollten auch beachten, dass Bildqualität und Schärfe bei einem weniger empfindlichen, feinkörnigen Film viel besser sind als bei hochempfindlichen Filmen. Unter normalen Umständen sollten Sie keinen empfindlicheren Film verwenden, als es die Lichtverhältnisse unbedingt erfordern. Die Lichtempfindlichkeit zeigt die relative Empfindlichkeit des Films für eine bestimmte Belichtung an. Ein Film mit einer doppelt so hohen Empfindlichkeit wie ein anderer benötigt für dasselbe Resultat eine nur halb so lange Belichtungszeit. Um die korrekte Belichtungszeit bestimmen zu können, müssen Sie die Empfindlichkeit des Films kennen und die Zahl an der Kamera oder dem Belichtungsmesser einstellen, bevor Ihnen das Gerät einen zweckdienlichen Belichtungswert angeben kann. Durch eine erhöhte Entwicklungsdauer oder spezielle Entwickler kann die Empfindlichkeit des Film über den auf der Verpackung angegebenen Wert hinaus erhöht werden. Farbumkehrfilme sind dieser Behandlung in größerem Maß zugänglich als Farbnegativfilme, und hochempfindliche Filme mehr als weniger empfindliche. Zwischen Farbumkehrfilmen vergleichbarer Art und Empfindlichkeit verschiedener Hersteller können große Unterschiede bestehen. Dem Anfänger ist daher zu raten, mit einigern Marken zu experimentieren, bevor er sich entscheidet, welche Wiedergabe ihm am besten gefällt. Bei unbewegten Motiven (z. B. Landschaftsaufnahmen) in schwachen Licht und der Möglichkeit längerer Belichtung kann ein weniger empfindlicher, feinkörniger Film wegen des besseren Kontrastes einem hochempfindlichen Film vorzuziehen sein. Die ISO-Maßangabe kombiniert zwei verschiedene Meßmethoden, DIN und ASA. ISO 21 / 100 bedeutet also 21 DIN oder ASA 100. DIN ist das europäische Maß-System. Die Verdoppelung der Empfindlichkeit wird mit + 3 DIN angegeben, so dass ein 21 DIN-Film doppelt so empfindlich ist wie ein 18 DIN-Film. ASA ist das amerikanische Maß-System. Die Verdoppelung der Empfindlichkeit wird durch Verdoppelung der Zahl angegeben. Ein 100 ASA - Film ist also doppelt so empfindlich wie ein 50 ASA - Film. |
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Filmwahl |
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Die Wahl des passenden Films ist von zwei Überlegungen abhängig: die Lichtverhältnisse, bei denen Sie fotografieren wollen, und der Zweck, für den Sie die Fotos verwenden. Sie müssen sich zunächst für eine bestimmte Filmempfindlichkeit entscheiden. Beispielsweise ist bei schlechten Lichtverhältnissen oder bewegten Motiven ein hochempfindlicher Film erforderlich, während bei hellem Licht oder unbewegten Objekten ein weniger empfindlicher Film ausreicht. Ein hochempfindlicher Film besitzt jedoch eine grobkörnigere Struktur als die weniger lichtempfindlichen Arten. Wenn Sie also Vergrößerungen machen wollen ist es ratsam, einen weniger empfindlichen Film zu verwenden. Bei Farbaufnahmen müssen Sie sich auch entscheiden, ob Sie einen Farbnegativfilm für Abzüge oder einen Farbumkehrfilm für Dias verwenden wollen. Beim letzteren haben Sie die Wahl zwischen einem Tageslichtfilm und einem Kunstlichtfilm. |
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Filter |
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Normale panchromatische Filme sind für alle Farben gleich empfindlich und geben ein Objekt entsprechend seiner Helligkeit wieder. Ein grünes Objekt und ein blaues Objekt gleicher Tönung würden deshalb auf einem Schwarzweiß-Film dieselbe Grauschattierung ergeben. Mit Hilfe eines Farbfilters kann man die Reaktion des Films verändern und eine größere Farbkontrastierung in Schwarzweißaufnahmen erreichen. Ein Filter lässt Licht seiner eigenen Farbe durch, absorbiert jedoch andere Farben. Wenn Sie sich eine Landschaftsszene mit einem roten Haus, einem grünen Feld und einem blauen Himmel vorstellen, würde eine Aufnahme ohne Filter diese Objekte in gleichen Grauschattierungen wiedergeben. Ein Rotfilter würde das rote Haus viel heller und das Feld und den Himmel dunkler erscheinen lassen. Ein Blaufilter würde den Himmel heller und das Haus und das Feld dunkler machen, und ein Grünfilter würde das Feld heller und den Himmel und das Haus dunkler wiedergeben. Die Wirkung wird je nach Dichte des Filters und Reinheit der Objektfarben variieren. Es gibt im wesentlichen zwei Haupttypen von Filtern zur Verwendung mit Farbfilmen: Korrekturfilter und Farbfilter für Spezialeffekte. Die wichtigsten Korrekturfilter sind der UV-Filter (Ultraviolett) und der Skylight-Filter, die dem Blaustich auf Aufnahmen an bewölkten Tagen und in offenem Schatten entgegenwirken. Für einen kräftigeren Effekt wählen Sie einen schwachgelben Filter 81 A oder 81 B. Der 82A und 82 B Filter ist ebenfalls nützlich, um den rötlichen Farbstich zu reduzieren, der bei Aufnahmen im Abendlicht entsteht. Der Polarisationsfilter ist in der Farbfotografie besonders von Vorteil, weil er das Licht reduziert, das von Oberflächen wie Wasser oder Laubwerk reflektiert wird. Er verhilft zu kräftigeren und leuchtenderen Farben und vertieft das Blau des Himmels. Halbcolor - Farbfilter sind farbig getönte Glas- oder Plastikquadrate oder -scheiben, die man auf das Objektiv aufsetzt. Eine kleine Auswahl dieser Filter gehört zur Grundausstattung jedes Fotografen, der mehr als Erinnerungsfotos machen will. Es sind Systeme erhältlich, die eine überdurchschnittliche Auswahl an Filtern und Zusatzgeräten für Spezialeffekte zu einem vernünftigen Preis bieten. Mit Hilfe verschiedener Fassungen lassen sie sich für verschiedene Objektive und Kameras verwenden. Der erste grundlegende Filter ist der UV-Filter, den viele Fotografen immer auf dem Objektiv lassen. Obwohl er die Auswirkungen von ultraviolettem Licht reduziert, hat er keinen nachteiligen Effekt, wenn solches Licht nicht vorhanden ist. Zudem schützt er das wertvolle Objektiv. Der zweite Filter, der in der Ausrüstung jedes Fotografen vorhanden sein sollte, ist der 81 A Farbkorrekturfilter. Das ist ein heller Gelbfilter, der dem Blaustich auf Aufnahmen an bewölkten Tagen und im offenen Schatten entgegenwirkt. Zusätzlich reduziert er die Wirkung von ultraviolettem Licht, und einige Fotografen verwenden ihn statt des UV-Filters. Für extremere Bedingungen ist es nützlich, wenn Sie auch die stärkeren Versionen dieses Filters, den 81 B und den 81 C, in Ihrer Ausrüstung haben. Wenn die Lichtquelle einen rötlichen Farbstich bewirken würde, kann auch der 82A oder B Filter von Vorteil sein. Sollten Sie den falschen Film eingelegt haben, ist die Verwendung eines Farbkonversionsfilters zu empfehlen. Der 85 B Filter ist für die Verwendung eines Tageslichtfilms bei Kunstlicht und der 80A für die Verwendung eines Kunstlichtfilms bei Tageslicht bestimmt. Effektfilter können dramatische Himmelseffekte, beispielsweise bei Sonnenuntergängen, erzeugen. Sie sind in einer großen Auswahl von Farben erhältlich. Nur eine Hälfte des Filters ist getönt, so dass man sie auch verwenden kann, um nur die Farbe des Himmels, nicht aber die des Vordergrunds zu verändern. Bei der Verwendung eines Filters muss die Belichtung entsprechend der Dichte des Filters erhöht werden. Die jeweiligen Verlängerungsfaktoren sind für die einzelnen Filter angegeben: ein x2 erfordert eine Erhöhung um eine Stufe, ein x4 eine Erhöhung um zwei Stufen usw. Einen dezenten Effekt hat ein Gelbfilter, der einen blauen Himmel etwas dunkler macht und weiße Wolken deutlicher hervortreten lässt. Ein Orangefilter verstärkt diesen Effekt, und ein Rotfilter kann sehr dramatisch wirken, da er einen blauen Himmel fast schwarz wiedergibt. Ein Grünfilter kann für die Aufnahme einer Sommerlandschaft sehr wirkungsvoll sein, indem er das Laubwerk aufhellt. Ein Blaufilter kann die Hautstruktur bei einem Charakterportrait hervorheben. Helle Filter wie der UV-Filter und der Skylight-Filter machen einer Erhöhung der Belichtungszeit nicht erforderlich. Bei dichteren Filtern, wie einem Polarisationsfilter, ist eine zusätzliche Belichtung entsprechend dem Filterfaktor erforderlich. Ein TTL-Meßsystem reguliert die Belichtung für Farbfilter selbständig. Einen Schwarzweißfilter sollte man bei Farbaufnahmen nur für Spezialeffekte verwenden, weil sie einen starken Farbstich erzeugen. Ein Polarisationsfilter kann jedoch auch für Schwarzweißaufnahmen verwendet werden. |
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Handhabung einer Kamera (Checkliste) |
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Man kann leicht zwischen einem Amateur und einem professionellen Fotografen unterscheiden, wenn man sich nur ansieht, wie sie ihre Kamera halten. Der Profi ist durch den ständigen Gebrauch seiner Kamera in der Lage, sie fast unterbewusst zu handhaben, und kann so seine volle Aufmerksamkeit dem Objekt widmen. Aber auch der Amateur kann mit etwas Übung diese Sicherheit erlangen. Wichtigste Voraussetzung für jeden Fotografen ist das richtige Einlegen und Herausnehmen des Films. Sie sollten den Film stets nur in gedämpftem Licht einlegen und herausnehmen, selbst wenn es sich dabei nur um den Schatten Ihres Körpers handelt. Achten Sie darauf, dass die Filmperforation in die Zahnräder der Transporttrommel eingegriffen hat und der Film leicht gespannt ist, bevor Sie die Kamera wieder schließen. Spulen Sie vor der ersten Aufnahme zwei oder drei Bilder ab und überprüfen Sie, ob der Film auch wirklich transportiert. Wenn Sie sich dem Ende des Films nähern, sollten Sie jeden unnötigen Druck beim Spannen vermeiden, damit Sie den Film nicht von der Spule ziehen. Vergessen Sie nie, den Film vollständig zurückzuspulen, bevor Sie die Kamera wieder öffnen. Es ist sehr hilfreich, wenn man sich beim Fotografieren eine gewisse Routine aneignet und alle Handgriffe stets in der gleichen Reihenfolge macht, um Fehler zu vermeiden. Überprüfen Sie immer, ob die entsprechende Filmempfindlichkeit eingestellt ist.
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Kameratypen |
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Für den Urlaubsfotografen ist es wichtig, nicht nur eine Anzahl von Reservefilmen, sondern auch einige Batteriesätze für die batteriebetriebene Kamera mitzunehmen. Sollten Sie Interesse an
Unterwasserfotografie entwickeln, greifen Sie nicht sofort zu einer
hochwertigen (und teuren) Spezialausrüstung. Sie haben sich für einen
Kameratyp entschieden - jetzt müssen Sie aus dem vielfältigen Angebot das
Passende auswählen. Setzen Sie sich einen Preisrahmen und versuchen Sie
dann, sich alle entsprechenden Modelle anzusehen. Innerhalb einer
Preisklasse gibt es kaum größere Qualitätsunterschiede. Orientieren Sie sich
deshalb an der Handhabung der Bedienungs- und Einstellelemente und legen Sie
vor allem Wert darauf, dass die Kamera gut in der Hand liegt. Beim Kauf
bekannter Fabrikate ist es oft leichter, sich Zubehör zu leihen oder zu
kaufen. Doch auch mit einem nicht so bekannten Fabrikat werden Sie gut
beraten sein. Die Spiegelreflexkamera arbeitet mit einem Schlitzverschluss. Dieser ermöglicht viel kürzere Belichtungszeiten als der in den meisten Sucherkameras eingebaute Zentralverschluss. Spiegelreflex- und Sucherkameras vergleichbarer Preisklassen erzielen unter normalen Gegebenheiten fast gleichgute Ergebnisse. Ein Vorteil der Spiegelreflexkameras ist ihre Ausbaufähigkeit, die vielfältige Einsatzmöglichkeiten eröffnet. Demgegenüber ist die Suchekamera im allgemeinen weniger kompliziert, kleiner und leichter. Aufgrund der einfachen Technik ist sie zudem billiger. |
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Kamerafunktionen |
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Trotz der vielen verschiedenen Konstruktionstypen von Kameras sind ihre Grundbestandteile immer gleich: ein lichtdichtes Gehäuse für den Film, eine Suchereinrichtung, eine Blende zur Regulierung der durch das Objektiv einfallenden Lichtmenge und ein Verschluss, der die Dauer der Belichtungszeit bestimmt. Die komplizierten Details der teureren Kameras dienen in erster Linie der Verbesserung dieser Grundbestandteile, aber eine einfache Kamera besitzt die gleichen Einrichtungen. Die einfachsten 35 mm Kameras benutzen zur Scharfeinstellung eine Skala mit Meter- oder Symbolangaben wie Kopf- und Brustportrait, Gesamtportrait und Fernblick. Während das für Schnappschüsse genügt, ist für weitergehende Aufnahmen eine genaue Scharfeinstellung - wie sie etwa eine Sucher- oder Spiegelreflexkamera bieten - unbedingt erforderlich. Blenden- und Verschlusseinstellung der Kamera ermöglichen es, die Belichtung des Films mit jeder Stufe entweder zu halbieren oder zu verdoppeln. Die Belichtungszeit wird halbiert, wenn man eine größere Blendenzahl (f -Zahl) wählt: f8 ist beispielsweise die Hälfte der Belichtung von f5.6; und auf der Verschlusseinstellung ist 1/6o die Hälfte der Belichtungszeit von 1 /3o. Bei den meisten 35 mm Kameras lässt sich die Blende auch zwischen den f -Zahlen einstellen. Die f-Zahl gibt die Größe der Blendenöffnung im Verhältnis zur Brennweite des Objektivs an. Sie wird berechnet, indem man die Brennweite durch den Durchmesser der Blendenöffnung dividiert und bedeutet, dass jede vorgegebene Blende ungeachtet der Brennweite des Objektivs dieselbe Lichtmenge durchlässt. Die B-Einstellung auf der Verschlusseinstellung ermöglicht es, den Verschluss solange offen zuhalten, wie der Auslöser gedrückt ist, so dass Belichtungszeiten von mehreren Sekunden oder sogar Minuten erzielt werden können. Die M-Blitzeinstellung ist für die Verwendung von Blitzlichtlampen die X-Einstellung für einen Elektronenblitz gedacht. |
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Langen Brennweiten |
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Ein Objektiv mit langer Brennweite bewirkt die Vergrößerung des Objekts im Bildausschnitt. Es ist sehr nützlich, um Vordergrunddetails auszuschließen oder einen Ausschnitt aus einer entfernten Szene zu isolieren. Von unschätzbarem Wert ist es auch für Objekte, an die Sie nicht dicht herankommen können, wie bei Sportereignissen oder Tieren in freier Wildbahn. Solche Objektive sind ideal für Portraitaufnahmen, weil Sie auch aus einiger Entfernung eine Nahaufnahme vom Gesicht Ihres Objekts machen können. Da diese Objektive eine geringere Schärfentiefe als Standardobjektive aufweisen, ist eine genaue Einstellung notwendig, und Sie werden oftmals eine kleine Blendenöffnung wählen müssen, um das gesamte Objekt scharf zu erhalten. Bei Verwendung eines Objektivs mit langer Brennweite ist das Risiko, die Kamera zu verwackeln, beträchtlich erhöht und es ist empfehlenswert, ein Stativ zu benutzen. Für Portraitaufnahmen ist eine Brennweite zwischen 85 und 150mm zu empfehlen, auch die Verwendung eines 70-150mm Zoom-Objektivs ist möglich. Die Wahl der idealen Brennweite für die Sportfotografie hängt weitgehend von der Sportart ab. Im allgemeinen ist ein Objektiv zwischen 200 und 300mm sinnvoll. Bei einer Sportart wie Fußball kann auch ein längeres Objektiv verwendet werden. Ein Spiegelobjektiv hat eine starre Blende, die gewöhnlich kleiner ist als die der meisten normalen Objektive mit langer Brennweite. Deshalb ist es für Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen weniger geeignet. Zudem ist es schwieriger, die Belichtung zu variieren, weil das nur durch eine Veränderung der Verschlusszeit geschehen kann. |
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Nahaufnahmen |
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Bei Nahaufnahmen kann es wegen der geringen Schärfentiefe schwierig sein, das gesamte Motiv scharf zu bekommen. Um das zu vermeiden sollte man beachten, dass die wichtigsten Teile des Motivs auf einer annähernd gleichen Ebene liegen und einen entsprechenden Aufnahmewinkel wählen. Eine sehr kleine Blendenöffnung erhöht die Schärfentiefe bei Nahaufnahmen. Um ein Verwackeln zu vermeiden, ist die Verwendung eines Stativs und eines Drahtauslösers unerlässlich. |
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Objektiven |
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Die meisten 35 mm Kameras sind mit einem festen oder auswechselbaren Objektiv ausgestattet. Das Normalobjektiv erfasst einen Bildwinkel zwischen 45 ° und 55 °, der dem Blickwinkel des menschlichen Auges annähernd entspricht. Eine kürzere Brennweite erfasst einen größeren, eine längere Brennweite einen kleineren Bildwinkel. Weitwinkelobjektive besitzen eine Brennweite von 35mm oder weniger und sind für Bildwinkel bis zu 180° erhältlich. Objektive mit langer Brennweite oder Teleobjektive besitzen Brennweiten von 85 bis 1000 mm oder mehr. Zoomobjektive lassen sich zwischen einem unteren und oberen Grenzwert stufenlos verstellen. Allerdings ist ein Zoomobjektiv nicht nur teurer als ein Standardobjektiv, sondern meist auch größer und schwerer und besitzt eine geringere Lichtstärke. Viele einäugige Spiegelreflexkameras lassen sich mit Spezialobjektiven, wie etwa Fischaugen-Objektiven oder Objektiven mit Perspektivkorrektur für Architekturaufnahmen, verwenden. Auch ein Teleobjektiv ist ein Objektiv mit langer Brennweite, es ist jedoch kompakter gebaut. Ein Telekonverter ist ein spezielles Linsensystem, das die Brennweite von Normalobjektiven verlängert. Die Lichtstärke des Objektivs wird für jede Blende um 2 Stufen verringert, die Verschlusszeit entsprechend verlängert. Zwar ist ein Telekonverter preiswerter als ein Teleobjektiv, doch wird dessen Qualität nicht erreicht werden können. Ein Spiegelobjektiv ist ein Objektiv mit langer Brennweite, das durch Verwendung von Reflexionsspiegeln besonders kurz gebaut und leicht ist. Nachteilig ist, dass sich diese Objektive nicht abblenden lassen so dass man die Belichtung nur über die Verschlusszeit regeln kann. |
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Pflege der Kamera und des Zubehörs |
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Die Pflege der Ausrüstung ist auf Reisen besonders wichtig, weil die Kamera meist höheren Belastungen ausgesetzt ist und die kleinen Maschinenteufelchen gerade dann am liebsten zuschlagen. Sie sollten es sich zur täglichen Gewohnheit machen, Ihre Ausrüstung zu reinigen und zu überprüfen. Staub und Sand sind für die Kamera besonders schädlich, und ein verschmiertes Objektiv kann der Grund für schlechte Bildqualität sein. Mit Druckluft oder einem Blaspinsel sollte man Staub von Objektiv und Suchermattscheibe sowie aus dem Innern der Kamera entfernen. Im Filmtransportmechanismus können sich kleine Filmfragmente sammeln, auch sie werden entfernt. Man sollte darauf achten, die elektrischen Kontakte sauber und fettfrei zu halten, indem man sie mit einem Objektivpapier oder einem speziellen Putzleder reinigt. Entfernen Sie mit einem weichen Pinsel allen Staub vom Objektiv und von den Spiegeloberflächen, bevor Sie sie leicht mit einem Putzleder oder Papier abreiben. Neben der Reinigung Ihrer Ausrüstung sollten Sie sich auch die regelmäßige Prüfung der Funktionen zur Gewohnheit machen. Überprüfen Sie bei geöffneter Kamera, ob der Verschluss sich öffnet und schließt und die automatische Iris korrekt abblendet. Auch die Filme verlangen vor und nach der Belichtung eine sorgfältige Behandlung. Sie sollten weder Hitze noch Feuchtigkeit ausgesetzt werden, weil beides sie verderben kann. Sollte doch einmal Sand in das Objektiv oder den Einstellring geraten sein, versuchen Sie diesen vorsichtig mit einem Anti-Staubspray zu entfernen. Notfalls müssen Sie die Kamera zur Reparatur bringen. Niedrige Temperaturen können zu Batterieversagen und zu statischen Problemen beim Film führen. Drehen Sie den Film behutsam weiter, sofern dies möglich ist, um Schleierbildungen durch elektrostatische Entladung zu verhindern. Bei Reisen ins Ausland sollten Sie sich vorher erkundigen, ob es irgendwelche Verbote gibt, die Sie beim Fotografieren beachten müssen. Sonst könnten Sie böse Überraschungen erleben. |
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Reiseausrüstung |
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Ein guter Fotokoffer gehört zu den wichtigsten Ausrüstungsgegenständen, weil er das Tragen und den Gebrauch der Ausrüstung wesentlich erleichtert. Es ist ratsam, nicht allzu „fotografisch" wirkende Koffer auszuwählen, denn diese können wegen ihrer Auffälligkeit manchen Schnappschuss verhindern und auch Diebe anlocken. Die großen Koffer sind jedoch für den Grundtransport zweckmäßig, und man kann dann die Ausrüstung für den täglichen Gebrauch in eine kleinere Tasche umpacken. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten mehr an Ausrüstung mitzunehmen, als Sie wirklich brauchen. Es ist erstaunlich, wie viele verschiedene Motive sich schon mit einem Normalobjektiv, einem mittleren Weitwinkel und einem Teleobjektiv, drei oder vier Filtern, einem Stativ und einem kleinen Blitzgerät beherrschen lassen. Bei einer wichtigen Reise sollte man jedoch auch ein zweites Kameragehäuse oder eine Ersatzkamera im Gepäck haben. Denken Sie stets daran, einen ausreichenden Vorrat neuer Batteriesätze einzustecken. Es ist sinnvoll, einige Reinigungsmittel wie ein Optik-Putzleder, ein paar Objektivpapierchen und einen Pinsel mitzunehmen. Schwarze Kunststoffbeutel sind zur Aufbewahrung von belichteten Filmen oder zum Schutz Ihrer Ausrüstung am Strand oder im Regen sehr nützlich. |
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Spezialeffekte |
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Neben den Filtern gibt es eine breite Auswahl anderer Zusatzgeräte, die man auf das Objektiv aufsetzen kann. Viele dieser Zusätze sind als Teil eines Filtersystems erhältlich und lassen sich miteinander kombinieren. Der Weichzeichnervorsatz kann bei Portrait- oder Landschaftsaufnahmen wirkungsvoll sein, weil er die Schärfe des Objektivs reduziert und eine romantische Stimmung erzeugt. Eine ähnliche Wirkung lässt sich mit einem Nebelfilter erreichen, der den Kontrast und die Farbsattheit der Aufnahme reduziert. Bei Aufnahmen mit starken Lichtreflexen kann man einen Cross -Screen-Filter (Gitterfilter) verwenden, so dass sich das Licht strahlenförmig von jeder Lichtquelle ausbreitet. Ein ähnlicher Zusatz ist der Regenbogenfilter, der das Licht in regenbogenfarbige Strahlen aufspaltet. Andere Spezialzusätze sind Mehrfachprismen, die das Objekt wiederholt abbilden, und Split-Linsen, die Aufnahmen ermöglichen, bei denen Objekte im sehr nahen Vordergrund und in Unendlicheinstellung scharf abgebildet werden sollen. Eine höhere Belichtungszeit ist für Zusatzgeräte zumeist nicht erforderlich. Weichzeichnereffekte kann man auch ohne fertige Zusatzgeräte erreichen. Das Auftragen von klarer Vaseline auf einen farblosen Filter oder das Spannen einen möglichst feinmaschigen, farblosen Gaze- oder Nylongewebes vor dem Objekt ergibt ähnliche Effekte. Denken Sie jedoch daran, in der Mitte einen klaren Fleck zu lassen, um einen scharfen Kern zu schaffen. |
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Verschlusszeit |
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Die Verschlusszeit ist wie die Blende ein Mittel, die Belichtung zu regeln, kann aber zusätzlich einen wesentlichen Einfluss auf die Schärfe und Qualität des Bildes haben. Wenn Sie aus der Hand fotografieren, sollten Sie eine ziemlich kurze Verschlusszeit wählen, um ein Verwackeln der Kamera zu vermeiden. Bei Aufnahmen mit Tele- oder Makroobjektiven ist diese Gefahr besonders groß. In der Regel sollte man bei Freihandaufnahmen 1 /60 Sekunde als längste sichere Belichtungszeit verwenden. Bei Objektiven mit einer Brennweite von 200mm oder mehr wählt man am besten 1 / 250 Sekunde oder weniger. Das Fotografieren von Motiven in Bewegung erfordert eine kurze Verschlusszeit, dabei hängt die richtige Wahl von der Geschwindigkeit und der Richtung der Objektbewegung ab. Um die Bewegung eines galoppierenden Pferdes festzuhalten, wird man vielleicht 1 / 1ooo Sekunde benötigen, während für einen Mann, der auf die Kamera zugeht, möglicherweise 1 /125 Sekunde ausreicht. Man sollte jedoch daran denken, dass auch eine Verwischung wirkungsvolle Bilder erzeugen und den Eindruck von Geschwindigkeit und Bewegung noch steigern kann. Auch wenn Ihre Kamera eine 1/1000 Sekunden-Belichtung nicht zulässt, können Sie Aufnahmen von schnellbewegten Objekten machen. Sie müssen dann allerdings die Kamera mitschwenken. Bei Innenaufnahmen kann man mittels der kurzen Belichtungsdauer eines Elektronenblitzes Bewegungen auch ohne kurze Verschlusszeit festhalten. |
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Wahl der Kamera |
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Die Urlaubs- und Reisefotografie umfasst eine Vielfalt von Motiven. Um die vernünftigste Kamera für Ihre Zwecke zu wählen, müssen Sie eine genaue Vorstellung von der Art der Fotos, die Sie machen wollen, haben. Dabei sind vor allem zwei Gesichtspunkte zu beachten: das Filmformat, das Sie verwenden wollen, und der Grad der Vielseitigkeit, den sie von der Kamera verlangen. Wenn Sie in erster Linie an persönlichen Erinnerungs- oder Urlaubsfotos interessiert sind, dann wäre eine Pocket-, Disc- oder Sofortbildkamera die passende Wahl. Dieser kleine und leichte Kameratyp erlaubt Farbabzüge bis zu einer Größe von 20x15 cm und hat den Vorteil, Sie bei Ihren Urlaubsaktivitäten nicht zu sehr zu behindern. Wenn Sie größere Abzüge oder Farbdias machen wollen, dann sollten Sie sich besser für eine 35 mm Kamera entscheiden. Ein kompaktes Modell bleibt in bezug auf Größe, Gewicht und Preis immer noch in vernünftigem Rahmen. Diejenigen, die sich über die Urlaubsfotografie hinaus mit dem Fotografieren beschäftigen und zum Beispiel Vergrößerungen oder Dias zur Reproduktion machen wollen, sollten eine Kamera mit auswechselbarem Objektiv in Erwägung ziehen, die sich auch mit größeren Rollfilmformaten verwenden lässt. Obwohl es auch Sucherkameras mit auswechselbarem Objektiv gibt und für Kameras wie die Leica M Serie eine große Auswahl an Zubehör erhältlich ist, bietet doch das Spiegelreflexsystem die größten Variationsmöglichkeiten. Es gibt nur wenige Motive, die sich nicht mit demselben Grundgehäuse einer Spiegelreflexkamera meistern lassen, auf das man große Teleobjektive oder Ultra-Weitwinkelobjektive und eine ungeheure Vielzahl von Spezialzubehör aufsetzen kann. Dieser Kameratyp ist für die meisten Filmformate erhältlich. Das 35mm-Format ist jedoch das beliebteste, weil es größtmögliche Flexibilität zu einem vernünftigen Preis bietet. |
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Weitwinkelobjektive |
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Ein Weitwinkelobjektiv hat zwei Eigenschaften, die sofort ins Auge fallen: es erlaubt, einen größeren Teil des Motivs im Bildausschnitt einzufangen, und verringert die Größe der Objekte auf dem Bild. Aus diesen Gründen ist es besonders zweckmäßig für Innenaufnahmen oder größere Objekte. Es ist auch nützlich für Aufnahmen, die sowohl Details im nahen Vordergrund wie Objekte im Unendlichbereich einschließen, weil die größere Schärfentiefe eines Weitwinkelobjektivs zu einem scharfen Gesamtbild beitragen wird. Ein Weitwinkelobjektiv kann jedoch die Perspektive überzeichnen, und das führt in manchen Fällen zu unschönen Effekten. Für Architekturaufnahmen empfiehlt sich ein 28mm oder 24mm Objektiv, weil der Bildwinkel gegenüber einem Standardobjektiv verbessert ist. Ein 20mm Objektiv kann besonders für Innenaufnahmen zweckmäßig sein. Um "stürzende Linien" zu verhindern, muss man die Kamera vollkommen gerade halten und notfalls einige Schritte zurückgehen, um das gesamte Objekt zu erfassen. Hier hilft ein Objektiv mit Perspektivkorrektur: das ist ein speziell konstruiertes Weitwinkelobjektiv, bei dem die optische Achse angehoben werden kann, um auf dem oberen Teil des Bildes mehr einfangen zu können, ohne die Kamera nach oben schwenken zu müssen. Ein Fischaugen-Objektiv ist ein Weitwinkelobjektiv, das einen Blickwinkel von 180° erfasst. Es erzeugt ein kreisförmiges Bild, in dem gerade Linien zum Bildrand hin zunehmend abgebogen werden. Ein extremes Weitwinkelobjektiv sollte man nur verwenden, wenn man eine bewusste Überzeichnung der Perspektive oder eine umfassende Innenaufnahme wünscht. |
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Zubehörwahl |
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Zubehör |
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Die meisten 35 mm Kameras lassen sich auf eine Entfernung von ungefähr einem Meter als kürzestmöglichen Aufnahmeabstand scharf einstellen. Es gibt jedoch Gelegenheiten, bei denen Sie auf einen kürzeren Aufnahmeabstand scharf einstellen müssen. Die einfachste und preisgünstigste Methode ist eine Vorsatzlinse für Nahaufnahmen. Sie wird auf das Objektiv aufgesetzt und reduziert je nach Stärke den kürzestmöglichen Aufnahmeabstand auf wenige Zentimeter. Sie müssen jedoch beachten, dass der einfache optische Sucher bei geringen Aufnahme um ein ein halb Stufen erforderlich, um die Verlängerung auszugleichen. Für eine Spiegelreflexkamera sind ein Satz Verlängerungstuben oder ein Balgengerät zu empfehlen. Diese Zusatzgeräte werden zwischen Objektiv und Kameragehäuse eingesetzt. Für Spiegelreflexkameras sind auch Makro-Objektive erhältlich, bei denen die Entfernungseinstellung so konstruiert ist, dass man ohne weitere Zusatzgeräte bis zu einem Verhältnis von 1 :1 hinunter einstellen kann. Bei der Verwendung von Blagengeräten und Verlängerungstuben muss die Belichtungszeit erhöht werden. Die zusätzliche Belichtungszeit wird berechnet, indem man das Quadrat der Entfernung des verlängerten Objektivs zum Film durch die Brennweite des Objektivs dividiert und die Belichtungszeit entsprechend des errechneten Wertes erhöht. Beispielsweise wird die Belichtungszeit für ein 50mm Objektiv, das auf 100mm verlängert wurde, viermal so groß sein wie der Wert, den der Belichtungsmesser angibt: (100/50)2 = 22 = 4x die angegeben Belichtungszeit. Verwendet man eine Vorsatzlinse, ist eine Erhöhung der Belichtungszeit nicht erforderlich. Doch selbst bei guter Qualität werden die Ergebnisse gegenüber der Verwendung von Verlängerungstuben und Balgengerät nur zufriedenstellend sein. |
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